Wolkenatlas
wolken.leipzig-homepage.com
 

 

Tiefe Wolken

  • Stratocumulus - schollenartige weiß-graue Wolkenbänke in Form von Schichten oder Feldern

  • Stratus - niedrige, graue Wolkendecke ohne klare Untergrenze (Nebel- bzw. Hochnebel)

  • Cumulus - blumenkohlartige weiße Quellwolken mit meist scharfer Wolkenuntergrenze


Stratocumulus (Sc)

Abb.1  Sc perlucidus
 

Abb.2  Sc duplicatus perlucidus
 

Abb.3  Sc stratiformis translucidus
 

- ausgeprägter Stratocumulus, durch kleine Lücken ist der blaue Himmel zu sehen
- eine der häufigsten Wolkenformen, Niederschläge sind in der Regel (außer bei rascher Verdichtung) nicht zu erwarten
 

- Stratocumulus in zwei Schichten, die durch einige wolkenfreie Lücken unterbrochen sind
- zieht nach freundlichen Beginn ein solcher Wolkentyp in geschlossener und sich rasch verdichtender Formation auf, kann sich dahinter eine Kaltfront verbergen
 

- Stratocumulus in schollenartigen Schichten zusammengefügt, von recht dünner Mächtigkeit
- oftmals anzutreffen, wenn durch Konvektion entstandener Cumulus sich unter einer in der Höhe befindenden Inversion ausbreitet
 



Stratus (St)

Abb.4  St nebulosus
 

Abb.5  St fractus opacus
 

Abb.6  St praecipitatio
 

- klassische Nebel- bzw. Hochnebelwolke
- weitestgehend strukturlose, graue Wolkendecke mit niedriger Untergrenze
- Sonne ist entweder gar nicht sichtbar oder als Scheibe mit klaren Umrissen
 

- einzelne Wolkenfetzen können auch als "fractus" klassifiziert werden
- bei dieser Aufnahme gab es längere Zeit Nieselregen im Bereich eines sich abschwächenden Tiefausläufers
- gewöhnlich tritt dieser Typ jedoch auch bei winterlichen Hochdruckwetterlagen auf

- gelegentlich kann aus dichtem Status auch Niederschlag in Form von Sprühregen, Schneegriesel oder Eisprismen fallen
- Fallstreifen wie hier sieht man beim Stratus aber nur selten
 

 

Cumulus (Cu)

Abb.7  Cu humilis fractus
 

Abb.8  Cu humilis
 

Abb.9  Cu mediocris
 

- flache fetzenartige (fractus) Quellwolken
- entstehen vor allem, wenn in den höheren Luftschichten stärkerer Wind anzutreffen oder der Boden nach abziehenden Regenwetter noch recht feucht ist

- flacher Schönwettercumulus
- typisch für eingeflossene Polarluft, die unter Hochdruckeinfluss kommt und sich stabilisiert
- Untergrenze in Metern kann mit folgender Faustformel berechnet werden:
(Temperatur - Taupunkt)*122

- mäßig entwickelte Quellwolke
- im aktuellen Fall noch Schönwetterwolke, aber es ist Vorsicht geboten, vor allem wenn:
- sich der Cumulus bereits vormittags stärker entwickelt zeigt, besteht zum Nachmittag Schauergefahr

 

 

Abb.7  Cu mediocris
 

Abb.8  Cu congestus pileus
 

Abb.9  Cu congestus
 

- entstehen wenn Sonne untere Luftschichten erwärmt und einzelne Luftblasen beginnen aufzusteigen und sich abzukühlen
- Kondensationsniveau ist meist als scharfe waagerechte Unterkante deutlich zu erkennen  

- Übergang von mediocris zu congestus
- entsteht wenn Luftschichtung instabiler wird
- im oberen Bereich ist Wolkenkappe (pileus) zu erkennen
- entsteht durch schnelles Aufsteigen feuchter Luftmassen innerhalb des Cumulus

- aufgetürmte Quellwolken
- typisch für hochreichende Polarluftmassen in labiler Schichtung
- leichte Schauer möglich